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20.05.2019, 15:15 Uhr

PM: Umweltschutz: JU macht sich für Pfandringe stark

Projekt sollte bereits 2013 starten

 Was in anderen Städten, wie zum Beispiel Hamburg oder Karlsruhe, bereits Standard ist, würde auch Witten guttun: Die Einführung von Pfandringen. Deshalb macht sich die Junge Union Witten nun (erneut) stark für die Anschaffung und Erprobung der kleinen Helfer. Die CDU Fraktion Witten fragte dazu nun bei der Bürgermeisterin nach, wie es um ein Projekt steht, welches eigentlich 2013 bereits hätte starten sollen.

JU auf dem Berliner Platz
Witten -  Die Situation ist alltäglich: man spaziert durch die Stadt mit einer Pfandflasche, welche man gerade geleert hat. Eine Rückführung durch einen Flaschenautomat ist just in diesem Moment nicht möglich, also muss die Flasche in den Müll wandern, wenn man sie nicht weiter mit sich herumtragen möchte. Dies ist jedoch nicht nur Verschwendung zu Lasten der Umwelt, es bringt auch Flaschensammler dazu, den Müll durchsuchen zu müssen.

Eine Lösung aus diesem Alltagsdilemma lautet: Pfandringe!

In diese, um die Oberkante des Eimers angebrachten Vorrichtungen mit runden Aussparungen, können Flaschen und Dosen, welche noch Pfand bringen, gestellt werden. So wird erreicht, dass die Flaschen weder dem Müll zugeführt werden müssen, noch achtlos in der Gegend herum rollen.

Der „Kultur des Danebenstellens“ wird somit Rechnung getragen. Gerade am Wochenende, wenn für Veranstaltungen im Umkreis, z. B. der Hauptbahnhof, stark frequentiert wird, ist ein solches Verhalten oft zu beobachten- Pfandringe könnten hier helfen und für Ordnung sorgen.

Bereits 2013 forderte die CDU in einem Prüfauftrag die Einführung der Pfandringe. Es wurde eine dreimonatige Testphase vereinbart an deren Ende die Ergebnisse im Rat vorgetragen werden sollten- dazu kam es aber offenbar nicht. In der nun veröffentlichten Anfrage wird u.a. nachgehakt, warum die vereinbarte Testphase bislang nicht durchgeführt worden ist.

„Bei Pfandringen ist der Nutzen hoch und die Kosten niedrig. Weiterhin sollte darüber nachgedacht werden, ob man die Anschaffungen nicht über ein Sponsoring System kostenneutral finanzieren kann, z. B. indem Geschäftsleute auf dem Mülleimer vor Ihrem Geschäft werben und im Gegenzug den Pfandring bezahlen.“, so JU-Vorsitzender Jan Herbrechter. „Bereits 2013 hatten wir die Idee, wären damit Vorreiter gewesen. Aber auch 2019 hat sich der Nutzen nicht erledigt.“, ergänzt Julian Fennhahn, Sprecher des Verkehrsausschusses.

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